Über uns: BdC Lebensort Röderhof
Lebensort Röderhof
Mitten ins Leben. Seit über 50 Jahren.
Der Lebensort Röderhof ist ein besonderer Ort der Gemeinschaft, der Fürsorge und des Miteinanders. Seit über fünf Jahrzehnten begleiten wir Menschen mit geistigen, körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen auf ihrem individuellen Lebensweg – geprägt von Wertschätzung, Wandel und stetiger Weiterentwicklung.
Wer wir sind und was uns leitet
Als Teil der Stiftung Katholische Behindertenhilfe im Bistum Hildesheim basiert unsere Arbeit auf einem klaren christlichen Menschenbild: Jeder Mensch ist ein Ebenbild Gottes und hat das Recht, mitten im Leben zu stehen. Dieses Leitbild dient uns nicht als starres Regelwerk, sondern als lebendiger Orientierungsrahmen, der unser tägliches Handeln leitet.
Ein Ort zum Leben und Begegnen
Unser weitläufiges Gelände in Diekholzen, im Ortsteil Röderhof verbindet moderne Wohn- und Förderangebote mit viel Raum für Naturerleben und soziale Kontakte. Neben weitläufigen Grünanlagen sowie Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten bildet die Heilig-Geist-Kirche ein zentrales Element auf dem Gelände – ein Ort der Ruhe, Besinnung und der spirituellen Begegnung.
55 Jahre Lebensort Röderhof
Mehr als ein halbes Jahrhundert gemeinsam leben, wohnen und lernen.
Seit der feierlichen Eröffnung im Januar 1971 steht der Lebensort Röderhof für gelebte Inklusion, geleistete Eingliederungshilfe und ein lebendiges Miteinander. Wir blicken zurück auf mehr als fünf Jahrzehnte voller Ideen, Freude und unzähliger persönlicher Geschichten zurück, die diesen Ort geprägt haben.
Von der Gründung 1966 bis heute – Jahrzehnte des Wachstums und der Begleitung: Die Entwicklung der Heimstatt Röderhof ist geprägt von stetigem Fortschritt, fachlicher Ausdifferenzierung und dem unermüdlichen Einsatz für Menschen mit Beeinträchtigungen. Aus ersten Planungen Ende der 1960er-Jahre hat sich eine moderne, vielseitige Einrichtung entwickelt, die fest in der Region verankert ist.
Die Anfänge und der Aufbau (1966–1975): Die Geschichte nimmt 1966/67 mit den ersten Überlegungen zum Bau einer Einrichtung für geistig behinderte Menschen und der anschließenden Gründung des Fördervereins ihren Anfang. Nach der behördlichen Genehmigung 1968 und der Grundsteinlegung im Sommer 1969 eröffnete Diözesandirektor Heinrich Schenk die Heimstatt Röderhof am 5. Januar 1971 offiziell. Nur wenige Tage später zogen die ersten 25 Kinder aus dem Niels-Stensen-Haus in Hannover ein, kurz darauf folgte der Schulbetrieb. Unter der Leitung von Johannes Urlaub (ab 1972) wuchs die Einrichtung rasch: Bereits Ende 1972 bot der Röderhof 144 Plätze und die Schule wurde schrittweise um mehrere Klassen erweitert.
Differenzierung und Erweiterung (1977–1996): Ende der 1970er-Jahre erweiterte sich das Spektrum um die Tagesförderstätte (TFS) für die außerschulische Förderung schwerstbehinderter junger Erwachsener. Unter der späteren Leitung von Dr. Klaus Feldt, der ab 1983 die Schule und ab 1988 auch die Gesamtleitung übernahm, entwickelten sich Bildungs- und Wohnangebote kontinuierlich weiter. 1984 erhielt die Heimsonderschule den Namen St. Franziskus-Schule. Es folgten bedeutende Baumaßnahmen: Die Grundsteinlegung und Einweihung neuer Wohnbereiche (Häuser 5 und 6) in den Jahren 1986/87 sowie weitere Erweiterungsbauten Mitte der 1990er-Jahre ließen die Heimstatt bis zu ihrem 25-jährigen Bestehen im Jahr 1996 auf 18 Wohngruppen anwachsen.
Neue Angebote und Wandel im neuen Jahrtausend (2000–2010): Mit dem Bezug der “Wohngruppe 19” im Jahr 2000 stieg die Kapazität auf über 200 Plätze. Die Infrastruktur entwickelte sich stetig fort: 2005 wurde die eigene Reithalle für ganzjähriges heilpädagogisches Reiten eingeweiht, 2008 folgte die Errichtung einer Brunnenskulptur als Wasserspiel für schwerstbehinderte Bewohner und 2009 ging der erste Röderhof-Benefiz-Lauf an den Start. Nach dem Ruhestand von Herrn Dr. Feldt übernahmen zunächst Stefan Folger (2007) und anschließend Wilfried Büscher (2010) die Einrichtungsleitung.
Weiterentwicklung in der Stiftungsstruktur (ab 2011): Ein zentraler Meilenstein war am 1. Januar 2011 die Gründung der Stiftung Katholische Behindertenhilfe im Bistum Hildesheim, in deren Rahmen die Heimstatt Röderhof seither mit weiteren regionalen Partnern vernetzt ist. Im selben Jahr feierte die Einrichtung ihr 40-jähriges Bestehen und bezog mit dem Haus Gertrudenberg in Bad Salzdetfurth die erste Außenstelle für Dezentrale Wohnangebote 24 mobilen Menschen. In den Folgejahren wuchs der Verbund weiter – unter anderem durch den Beitritt der Caritaswerkstätten Hannover (2013, ehem. Niels-Stensen-Haus). 2016 eröffnete die Heimstatt Röderhof mit dem Haus Moritzberg ein weiteres dezentrales Wohnangebot in Hildesheim. Seit 2017 stellen umfassende Sanierungsarbeiten die Weichen für eine barrierefreie und zukunftsfähige Gestaltung des gesamten Geländes, während traditionelle Highlights wie der Benefizlauf 2018 mit über 900 Teilnehmenden neue Rekorde verzeichneten.
Ein lebendiger Rahmen für gelebte Inklusion, Gemeinschaft und Selbstbestimmung: Unser Leitbild ist kein starrer Regalhüter, sondern ein dynamischer Orientierungsrahmen für Mitarbeitende sowie für die Menschen, die unsere Angebote nutzen. Es erzählt unsere Geschichte – woher wir kommen, aus welcher Motivation wir handeln und wie wir gemeinsam Zukunft gestalten. Der unveränderliche Kern lautet: Jeder Mensch ist ein Ebenbild Gottes und hat das Recht, mitten in seinem eigenen Leben zu stehen.
Herkunft und Fundament: Seit den 1970er-Jahren begleiten wir Menschen mit geistigen, körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen. Ursprünglich unter der Trägerschaft des Diözesancaritasverbandes, sind die Einrichtungen seit 2011 unter dem Dach der Stiftung Katholische Behindertenhilfe im Bistum Hildesheim vereint. Unsere fachliche Ausrichtung hat sich dabei grundlegend von einem rein fürsorgenden Ansatz hin zu einem inklusiven, befähigenden Selbstverständnis gewandelt. Das christliche Menschenbild bildet das Fundament unserer Arbeit, während die UN-Behindertenrechtskonvention und unser Stiftungsmotto „Mitten ins Leben“ als tägliche Richtschnur dienen.
Haltung und Arbeitsweise: Wir verstehen uns als gestaltende Kraft im Systemwechsel der Eingliederungshilfe und setzen uns engagiert für die Belange von Menschen mit Beeinträchtigungen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein. Durch stationäre und ambulante Wohnformen, die St.-Franziskus-Schule sowie tagesstrukturierende und therapeutische Angebote schaffen wir vielseitige Möglichkeitsräume für Menschen aller Altersgruppen, Religionen und Hintergründe. Dabei verbinden wir gelebte Herzlichkeit und Geborgenheit mit hoher fachlicher Qualität, kontinuierlicher Weiterbildung, nachhaltigem Handeln und verlässlicher Transparenz.
Unsere zentralen Werte
- Inklusion und Selbstbestimmung: Partizipation, Befähigung und eine personenzentrierte Begleitung stehen im Mittelpunkt, um eine weitgehend eigenständige Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.
- Dialog und Miteinander: Wir pflegen einen wertschätzenden Austausch auf allen Ebenen – innerhalb der Teams, mit Angehörigen, Ehrenamtlichen sowie regionalen Partnern.
- Professionalität und Verantwortung: Qualität zeichnet sich für uns durch die stetige Weiterentwicklung von Fachkonzepten, die Förderung unserer Mitarbeitenden, die Prävention sexueller Gewalt und die Bewahrung der Schöpfung aus.
Spirituelles Zentrum auf dem Gelände der Heimstatt Röderhof: Die Heilig Geist Kirche liegt auf einer Anhöhe des begrünten Geländes und bildet das geistliche Herz der Heimstatt Röderhof. Als Feier- und Sammlungsraum bietet sie Platz für 300 Personen und führt an Sonn- und Feiertagen Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeitende sowie Gäste aus den umliegenden Gemeinden zu gemeinsamen Gottesdiensten zusammen.
Architektur und künstlerische Gestaltung: Der achteckige Innenraum ist so strukturiert, dass vier Bankblöcke den frei stehenden Altar aus hellem Kalkstein umschließen und eine intensive Beteiligung am Gottesdienst fördern. Blickfang im Altarraum ist ein großflächiges Wandmosaik in Gold-, Rot- und Beigetönen, das von den Benediktinerinnen der Abtei Varensell gestaltet wurde. Es zeigt Jesus Christus im Kreis der Apostel, die Hand des Vaters sowie das Symbol des Gotteslammes als Zeichen der Hingabe. Ebenfalls aus der Abtei Varensell stammen die farbenfrohen Kirchenfenster, deren Motive – wie suchende Hände und ein schützendes Haus – zu den Werken der Barmherzigkeit sowie zu gelebter Nächstenliebe im Alltag aufrufen. Ergänzt wird die Ausstattung durch eine spätromanische Muttergottes-Statue aus Bayern, die der Hildesheimer Bischof zur Kirchweihe am 30. Juni 1971 stiftete.
Geschichte und die Glocken „Max & Moritz“: Der Kirchenbau entstand in enger Zusammenarbeit zwischen der Bauabteilung des Bischöflichen Generalvikariats und dem Beamten-Wohnungsverein Hildesheim. Vor der Kirche steht ein vom Förderverein gestifteter Glockenträger mit zwei Glocken, die liebevoll „Max und Moritz“ genannt werden. Die Glocke Max erinnert an den Märtyrer Maximilian Kolbe. Die Glocke Moritz hat eine besondere Historie: Sie stammte ursprünglich aus einem Kirchturm in Schlesien, entging im Zweiten Weltkrieg der Einschmelzung für Rüstungszwecke und wurde der Heimstatt später als Mahnmal für den Frieden geschenkt.
Klare Leitlinien für ein sicheres und geschütztes Miteinander: Der Schutz von Kindern, Jugendlichen sowie pflege- und hilfebedürftigen Erwachsenen steht in unseren Einrichtungen und Diensten an oberster Stelle. Wir verpflichten uns, allen uns anvertrauten Menschen einen sicheren Raum zu bieten, in dem sie sich entfalten können und respektiert werden. Gewalt – insbesondere sexualisierte Gewalt – hat bei uns keinen Platz.
Die Präventionsordnung des Caritasverbands für die Diözese Hildesheim e.V. regelt verbindlich die Qualitätsstandards, Personalanforderungen und Schutzkonzepte zur Prävention von Grenzverletzungen und Gewalt.
Im vollständigen Dokument finden Sie alle Detailregelungen zu Schulungen, erweiterten Führungszeugnissen und Beschwerdewegen:
Präventionsordnung des Caritasverbands für die Diözese Hildesheim e.V.
Verwaltung
Röderhof 7
31199 Diekholzen
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